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 3.1 Verlegen von Parkett auf Alt-Parkett

Als Neu-Parkett wird quellunempfindliches, formstabiles Eiche-Mosaikparkett bzw. eine Diagonalverlegung zum bestehenden Alt-Parkett empfohlen, um auftretende Verformungs- und Scherkräfte möglichst gering zu halten. Der Einbau anderer Hölzer und Formate ist sicher ebenfalls möglich, jedoch in der Höhe der von ihnen ausgehenden Kräfte etwas weniger gut einschätzbar. Der 2-K-PUR-Parkettklebstoff UZIN-MK 92 S gewährleistet im Verbund mit dem Spezialverlegevlies UZIN-Multimoll Vlies einen dichten Einschluß der PAK-beIasteten Stäube im verbleibenden Alt-Parkett sowie eine Entkoppelung der beiden Parkettschichten.

Arbeitsanweisung

  1. Holzfeuchte im Alt-Parkett mit einem geeigneten elektrischen Meßgerät prüfen. Pro 10 m² Fläche ist eine Feuchtemessung durchzuführen. Meßpunkte in einen Plan eintragen und mit fortlaufenden Nummern markieren. Die Holzfeuchte darf an keiner Stelle unter 8% bzw. über 10 % betragen.


  2. Meßergebnisse in einem Protokoll festhalten und dieses von der örtlichen Bauleitung vor
    Beginn der Verlegearbeiten unterzeichnen lassen.


  3. Alt-Parkettflächen auf Hohlstellen überprüfen. Hohlstellen und Stellen mit zweifelhafter Verbundfestigkeit zum Untergrund mit geeigneten Schrauben im Raster von 30 x 30 cm fest und dauerhaft mit dem Untergrund verbinden.


  4. Fehlende oder entfernte Alt-Parkettelemente exakt bündig zur Alt-Parkettoberfläche durch eine Holzspanplatte mit entsprechender Dicke ersetzen und diese wie unter 3. mittels geeigneten Schrauben mit dem Untergrund verbinden.


  5. Die Randfuge des Alt-Parketts entlang aufgehenden Bauteilen muß mind. 15 mm breit sein. Randfuge prüfen und ggf. über die volle Dicke des Alt-Parketts auf mind. 15 mm Breite nacharbeiten.


  6. Alt-Parkett mit Schleifpapier der Körnung 36 ganzflächig schleifen und Reste von Pflegemittel- und Siegelschichten vollständig entfernen.


  7. Alt-Parkettfläche und besonders den Randfugenbereich mit einem leistungsfähigen Staubsauger gründlich absaugen.


  8. Entlang allen aufgehenden Bauteilen (Wände, Säulen, Zargen, Rohre usw.) Randfugen mit PUR-Dichtschaum füllen und dicht schließen. Oberstehenden PUR-Dichtschaum nach dem Erhärten bündig zur Oberkante des Alt-Parketts abschneiden und entfernen.


  9. Randfugen von der örtlichen Bauleitung auf lückenlose Einbringung und geschlossene Oberfläche kontrollieren und mit schriftlicher Bestätigung abnehmen lassen.


  10. Gesamte Arbeitsfläche mit einem leistungsfähigen Staubsauger gründlich absaugen.


  11. UZIN-Multimoll Vlies in Bahnen auslegen, grob zuschneiden und anschließend mit 2-K-PUR-Parkettklebstoff UZIN-MK 92 S vollflächig auf der geschliffenen und gesäuberten Alt-Parkettfläche verkleben. Zum Anmischen und zur Verarbeitung des Klebstoffs die Produktinformation für UZIN-MK 92 S genau beachten. Anstelle von Parkett, wie in der Produktinformation beschrieben, wird hier mit diesem Klebstoff im ersten Schritt das UZIN-Multimoll Vlies verklebt. Im Grundsatz gelten dabei die fachlichen Regeln und Arbeitsweisen für Bodenbelagarbeiten. Klebstoffauftrag mit UZIN-Zahnleiste B1, Klebstoffverbrauch 600 - 700 g/m², Verarbeitungszeit des angemischten Klebstoffs ca. 30 Minuten.


  12. Beim Einlegen des UZIN-Multimoll Vlieses Längs- und Kopfnähte stumpf stoßen und auf saubere spaltfreie Nähte achten. Bei Bedarf Kanten schneiden. Nach dem Einlegen und Anreiben das UZIN-Multimoll Vlies bündig zu aufgehenden Bauteilen beschneiden. Die im Randbereich sich darunter befindliche, elastisch abgedichtete Randfuge wird dabei überklebt.


  13. Frisch verlegtes UZIN-Multimoll Vlies mit einer mehrgliedrigen Walze mit ca. 30 kg Gewicht vollflächig, gleichmäßig anwalzen. Verlegte Fläche anschließend bis zum Abbinden des Klebstoffs, aber mind. 3 Stunden nicht betreten.


  14. Verlegen des Neu-Parketts auf der Vliesoberfläche mit 2-K-PUR-Parkettklebstoff UZIN-MK 92 S nach den fachlichen Regeln für Parkettarbeiten. Zum Anmischen und zur Verarbeitung des Klebstoffs die Produktinformation für UZIN-MK 92 S genau beachten. Klebstoffauftrag mit UZIN-Zahnleiste B11, Klebstoffverbrauch 1000 - 1200 g/m², Verarbeitungszeit des angemischten Klebstoffs ca. 30 Minuten.


  15. Schleifen und Versiegeln des Neu-Parketts ist bereits 24 Stunden nach der Verlegung möglich.

Alle Angaben beziehen sich auf ein Raumklima mit 20 °C und einer relativen Luftfeuchte von nicht mehr als 60 %. Soweit nicht anders angegeben, sind die fachlichen Regeln, Normen, Merkblätter und die Produktinformationen der verwendeten UZIN-Produkte sowie die Verlegehinweise der Belaghersteller zu beachten. Änderungen der beschriebenen Arbeitsweise sind nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung von UZIN zulässig.

Mit dem hier vorgeschlagenen, innovativen Sanierungsaufbau für schadstoffbelastete Alt-Parkettböden kann eine gut funktionierende, neue Fußbodenkonstruktion erstellt werden, von der nach unserer besten Kenntnis und Erfahrung auch eine sehr gute Sperrwirkung gegenüber partikelförmigen Schadstoffen zu erwarten ist. Bei ausschließlicher Verwendung der vorgeschlagenen UZIN-Produkte, deren sach- und fachgerechter Verarbeitung sowie strikter Einhaltung der Verarbeitungsanleitung bieten wir Gewährleistung für die normgerechte Beschaffenheit und Funktion des Bodens für 2 Jahre. Ausdrücklich ausgeschlossen von jeder Gewährleistung sind die Dichtigkeit des erstellten Fußbodens gegenüber Schadstoffen aller Art sowie im Zusammenhang mit solchen Schadstoffen entstehende Sanierungs- und Entsorgungskosten.

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