Mit dem Kunstwerk „The Wasteland“ hat der spanische Künstler Juan Muñoz eine Intarsienarbeit für den Boden entworfen, die in Variationen seit 1987 in vielen großen Museen der Welt gezeigt wurde. Für das Luzerner Kunstmuseum wurden die elastischen Bodenplatten eigens aus Madrid eingeflogen, temporär verlegt und nach Abschluss der Ausstellung unversehrt zum nächsten Einsatz zurückgebracht.

Daten

Gebäudetyp Öffentliche Gebäude
Öffentliche Gebäude
Belegart Elastische Bodenbeläge
Technische Lösung switchTec
Datum 06.11.2013
Fläche 140 m²
Land Schweiz

Ermöglicht hat dies ein Spezialklebstoff von der Rolle, der für die sofort begehbare Bodeninstallation im Museum sorgte und auch für deren schnellen und rückstandsfreien Abbau. Gerade im Ausstellungsbereich sind schnelle Bodenwechsel an der Tagesordnung, denn Böden sind Ausdrucksmittel der Gestaltung. In der Ausstellung Nouvelles Boîtes! im Kunstmuseum Luzern war der Boden nicht nur Teil der Rauminszenierung, sondern gleichzeitig auch Teil des gezeigten Kunstwerks. Deshalb war es hier besonders wichtig, den Belag sorgfältig und sauber zu verlegen und auch wieder zu entfernen. Mit der switchTec-Klebetechnologie von UZIN gelang der unkomplizierte Bodenwechsel, ohne das Kunstobjekt oder den Museumsboden zu beschädigen.

Boden als Bestandteil des Kunstwerks

Die Ausstellung Nouvelles Boîtes! im Kunstmuseum Luzern thematisierte bewusst die Architektur und die Räume des Museums. Installationen von zehn Künstlern sollten diese sinnlich erfahrbar machen. Gleichzeitig spielte sie auf die Idee des „White Cube“ an, des neutralen Ausstellungsorts für die Kunst, auf der das von Jean Nouvel entworfene Gebäude beruht.
Statt skulpturaler Räume hatte der französische Stararchitekt die „nuditéd’espace“ geschaffen, eine abstrakte Folge von Räumen mit rasterartigem Grundriss, in denen die Kunst Vorrang vor der Architektur hat.

In Nouvelles Boîtes! funktionieren die Arbeiten erst im architektonischen Kontext. Sie greifen das Potenzial der Räume und ihrer Ästhetik auf, indem sie mal mit ihrer Höhe spielen, mal die Decke betonen oder das Augenmerk auf den Boden lenken. Der Spanier Juan Muñoz beispielsweise zieht den Betrachter mit einem illusionistischen Boden in seinen Bann und versucht, ihn mit seiner 3D-Optik aus dem Gleichgewicht zu bringen. Der ornamentierte Boden mit einer befremdenden Bronzefigur an der Wand betont explizit die Beziehung von Figur und Raum. Der Spanier Muñoz, der von 1953 bis 2001 lebte, entwarf die Installation „The Wasteland“ 1987. Sie wurde seither in verschiedenen Ausstellungen weltweit gezeigt, Größe und Materialien variierten. Und auch im Luzerner Museum war es eine temporäre Arbeit, für die 140 m² elastischer Belag verlegt wurden. Die Herausforderung dabei: Das Kunstwerk musste direkt auf dem bestehenden Untergrund verklebt werden, ohne vorhandene Nutzböden herauszureißen und die Abläufe im Museum zu stören. Außerdem durften weder der Museumsboden noch die Kunst am Boden beschädigt werden.

Die hohe Kunst des unkomplizierten Bodenwechsels

Die Lösung für eine Verlegung ohne Unannehmlichkeiten und Einschränkungen für den laufenden Museumsbetrieb bot Sigan mit der switchTec-Klebetechnologie. „Die Vorteile der schnellen Verlegung mit Sigan liegen klar auf der Hand: Alte Beläge müssen nicht entfernt werden, das spart Zeit und Kosten, außerdem ist diese Methode schmutz-, geruchs- und staubfrei, die Besucher werden nicht gestört oder durch Lärm belästigt, der normale Museumsbetrieb kann weitergehen“, erklärt der UZIN-Techniker Markus Fuchs.

Das Prinzip ist einfach: Auf den gereinigten ebenen Untergrund wird eine mikroperforierte Spezialfolie verlegt, die auf beiden Seiten mit unterschiedlichen Klebstoffen beschichtet ist. Danach wird Zug um Zug das Schutzpapier abgezogen und der neue Belag darauf verlegt. Besonders praktisch: Bis zum ersten Anreiben ist er repositionierbar und kann danach sofort voll belastet werden. Verlegeteam und Museumspersonal konnten sich uneingeschränkt bewegen. „Sigan ist sehr leicht zu verarbeiten und benötigt keine Ablüfte- und Trockenzeit, weil die Acrylatklebstoffe im Werk auf dem Folienträger getrocknet werden, was bei Termindruck eine große Rolle spielt“, so Jürgen Ruff, Leiter Key Account Management bei UFloor Systems. Außerdem trägt der Klebstoff zu einer gesunden Raumluft bei, denn er verfügt über den Blauen Engel und Emicode EC1 Plus. Und das Allerwichtigste: Das spätere Entfernen des Bodenbelags ist problemlos möglich, ohne Rückstände, einfach und kostengünstig. So wurde der raffiniert gestaltete Bodenbelag nach Ablauf der Ausstellung ohne großen Zeitaufwand abgebaut und an die Nachlassverwaltung des Künstlers zurückgeschickt.

Sigan für die schnelle Bodenerneuerung

Aber nicht nur im Museum ist Sigan die ideale Klebetechnologie für einen schnellen, stressfreien Bodenwechsel. Auch im Ladenbau, in Wohnungen, Krankenhäusern oder Büros werden Innenräume häufig neu gestaltet. Mit dem erweiterten Anwendungsspektrum der patentierten switch-Tec-Klebetechnologie und der neuen Produktgeneration Sigan lassen sich 80 Prozent aller elastischen und textilen Bodenbeläge sowie Designbeläge in Rekordzeit ohne Lärm und Schmutz maßstabil verlegen und bei der nächsten Umgestaltung – ohne Spuren zu hinterlassen – wieder entfernen. Nach den jeweiligen Erfordernissen von Untergrund und zu verlegendem Belag stehen fünf Sigan-Varianten zur Auswahl. Und mit den neuen Remur-Produkten aus derselben Reihe können dank einer Metallverstärkung auch Sockelleisten und Hohlkehl-Sockelleisten aus Vinyl maßstabil und lösemittelfrei verklebt werden. Sigan-Produkte besitzen die bauaufsichtliche Zulassung des DIBt und erreichen mit unterschiedlichen Bodenbelägen die Brandklassierung Bfl S1, Cfl S1 nach DIN EN 13501-1.

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