Das Schneefernerhaus am südlichen Steilhang des Zugspitzgipfels ist Deutschlands höchst gelegene Umweltforschungsstation. Im Frühjahr 2012 wurde der Aufenthaltsraum für Forscher und Studenten umfassend modernisiert. Die Fachleute von Fußboden Gröschl aus Garmisch-Partenkirchen setzten auf der höchsten Baustelle Deutschlands Uzin-Verlegewerkstoffe für die Bodenrenovierung ein und meisterten logistische Heraus­forderun­gen ebenso wie Wetterkapriolen.  

Daten

Gebäudetyp Bildungseinrichtungen
Bildungseinrichtungen
Belegart Vinyl Designbelag
Datum 21.08.2012
Land Deutschland

Seit Ende der 1990er-Jahre wird das 1930 als Hotel errichtete Schnee­fernerhaus als Umweltforschungsstation genutzt. Das Gebäude bietet Universitäten wie der TU München, der LMU München und der Universität Augsburg sowie Unternehmen und außeruniversitären Forschungsinstituten wie Fraunhofer und Max-Planck eine gemeinsame Plattform für Höhen-, Klima und Umweltforschung im Hochgebirge. Damit Forscher und Studenten aus aller Welt den außergewöhnlichen Standort auch längere Zeit nutzen können, gibt es neben Labors, Messterrassen, Konferenz- und Büroflächen auch Über­nachtungs- und Aufenthaltsmöglichkeiten, die nun energetisch saniert und modernisiert wurden.

Renovierung mit höchsten Logistikanforderungen

„Die Logistik spielte bei der Renovierung des Aufenthaltsraums eine große Rolle“, meint Robert Kärstedt von der Josef Gröschl GmbH aus Garmisch-Partenkirchen, „denn die besondere Herausforderung bei diesem Projekt war die außergewöhnliche Lage der Baustelle und die damit verbundene Planung und Organisation.“ Für Personen ist die Umweltforschungsstation ganzjährig über Seilbahnen zugänglich, Materialtransporte erfolgen über die Zahnradbahn. Alle Baustoffe und Werkzeuge für die Bodenarbeiten mussten zuvor genau berechnet und sorgfältig verpackt werden. „Für den Transport hatten wir nur zwei Paletten mit vorgegebenen Maßen zur Verfügung, die wir an der Zahnradbahnstation in Grainau abliefern mussten“, erinnert sich Kärstedt, „da musste alles genau stimmen.“ In Präzisionsarbeit schnitten die Fußbodenfachleute deshalb im Vorfeld alle Sockelleisten zu. Wegen des engen Zeitfensters erfolgte der Bodenaufbau und das Verlegen des Vinylbelags auf der Station an nur zwei Tagen.

Wettererprobt: verlässliche Werkstoffe für den Bodenaufbau

„Spannend waren auch die Wettereinflüsse, denn wir hatten sehr viel Schnee zu dieser Zeit, da braucht man etwas Erfahrung und verlässliche Werkstoffe“, so der Fußbodenexperte. Die Materialien mussten nicht nur den starken Temperaturschwankungen trotzen, sie waren auch extremer Sonneneinstrahlung und hoher Luftfeuchtigkeit ausgesetzt. Auch erforderten die nur 3 mm dicken Planken des Designbelags einen perfekt vorbereiteten Untergrund ohne Unebenheiten. „Sauberes Arbeiten ist hier unabdingbar, denn kleine Fehler sind für immer sichtbar", meint auch Heimo Danneberg, beratender Bodenfachmann von Uzin.

Nach dem gründlichen Schleifen und Absaugen des Flächenhohlraumbodens trugen die Bodenleger zur Untergrundvorbereitung die Dispersionsgrundierung UZIN PE 360 Plus auf. Die gebrauchsfertige Universalgrundierung dringt besonders tief in den Untergrund ein, trocknet schnell und ist sehr emissionsarm. Ein neuartiges Bindemittelsystem mit zusätzlichen filmbildenden Eigenschaften vermindert die Saugfähigkeit des Untergrunds und sorgt für eine bessere Haftbrücke zur nachfolgenden Spachtelmasse. Hier entschieden sich die Verleger für die hochvergütete Premium-Zementspachtelmasse UZIN NC 170 LevelStar, die sich dank ihrer speziellen Zusammensetzung durch einen ausgezeichneten Verlauf, eine beschleunigte Abbindung und eine sehr homogene und einheitliche Oberflächenoptik auszeichnet. Der Vorteil für den weiteren Bodenaufbau: Der Klebstoff lässt sich auf dem saugfähigen Untergrund gleichmäßig und mühelos aufzahnen, sodass gerade bei der Verlegung von empfindlichen elastischen Belägen die Bodenfläche glatter und ruhiger wirkt. Außerdem reduziert sich der Verbrauch, was bei den eingeschränkten Transportmöglichkeiten eine Rolle spielte. Schließlich fuhr die letzte Gondel für die Bodenleger pünktlich um 16.15 Uhr ins Tal.

Nach dem Wochenende startete die Verlegung der 95 cm langen Planken des Designbelags Classic Wood mit dem lösemittelfreien Dispersionsklebstoff UZIN KE 66. Der faserarmierte Nass-Klebstoff besitzt eine harte Klebstoffriefe und ist deshalb ideal für Beläge mit geringer Maßbeständigkeit auch bei starker Beanspruchung, da so Nahtschrumpf vermindert wird. Zudem trägt der umweltfreundliche Klebstoff zu einem wohngesunden Raumklima bei, denn er ist sehr emissionsarm und besitzt – ebenso wie Grundierung und Spachtelmasse – die Umweltzeichen Emicode EC1 Plus und Der Blaue Engel.

Gelungene  Bodenrenovierung unter ungewöhnlichen Bedingungen

Dem eingespielten Team von Fußboden Gröschl ist es gelungen, das Verlege-Projekt  auf 2.650 Höhenmetern mit großer Sorgfalt und Perfektion umzusetzen. Die ungewöhnlichen Rahmenbedingungen wie eingeschränkte Transportmöglichkeiten des Materials oder Wettereinflüsse – beispielsweise extreme Temperaturunterschiede oder hohe Luftfeuchtigkeit durch starken Schneefall – konnten mit einer optimalen Planung und Ausführung gemeistert werden.

Verwendete Produkte

UZIN PE 360 PLUS UZIN PE 360 PLUS

Schnell trocknende, gebrauchsfertige Grundierung, einsetzbar auf und unter allen UZIN Zement- und Calciumsulfatspachtelmassen. Reduziert die Saugfähigkeit des Untergrundes, dringt hervorragend in den Untergrund ein und besitzt gleichzeitig filmbildende Eigenschaften. Auch im Wandbereich geeignet.

UZIN KE 66 UZIN KE 66

Faserarmierter Dispersionsklebstoff mit hoher Scherfestigkeit zur maßstabilen Klebung von elastischen Bodenbelägen. Der Spezialist zum Kleben von elastischen Bodenbelägen.

Uzin Utz AG

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