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Arbeiten auf Deutschlands höchster Baustelle durchführen – das kann nicht jeder von sich behaupten. Die Firma Raumausstattung Kraus aus Grainau schon. Auf etwa 800 m² hat das Team um Bernhard Kraus im renovierten Panorama-Restaurant auf der Gipfelstation Massivdielen verlegt. Die Herausforderung bestand darin, eine maßgeschneiderte Sanierungslösung zu finden unter erschwerten logistischen sowie klimatischen Bedingungen. Die leistungsstarken Verlegewerkstoffe von Uzin garantierten hierbei ein sicheres und optisch einwandfreies Ergebnis.

Daten

Gebäudetyp Hotel & Gastronomie
Fläche (m²) 800 m²

Deutschlands höchste Baustelle

In diesem Jahr ist es so weit. Die Baustelle auf der Zugspitze ist abgeschlossen. Neben der neuen Seilbahn vom Eibsee hoch auf die Gipfelstation wurde auch das dort befindliche Restaurant auf den neusten Stand gebracht. „In erster Line ging es uns um die Verbesserung der Qualität und die Vermeidung von langen Wartezeiten an Hochbetriebstagen für unsere Gäste. Die neue Seilbahn Zugspitze ist auch technisch gesehen ‚State of the Art‘ und mit ihrer Vorgängerbahn nicht mehr vergleichbar“, Matthias Stauch, Vorstand Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG.

Am 1. Juli öffnete das Panorama 2962 seine Pforten für die Besucher. Hier wurden in den zurückliegenden sechs Monaten umfangreiche Umbauarbeiten durchgeführt. Auf den knapp 3.000 m Höhe präsentiert sich das multifunktionale Restaurant als architektonischer Augenschmaus. „Serviert werden dort typische Spezialitäten aus dem Alpenraum, garniert mit reichlich Panoramablicken“, berichtet Steffen Korff, Wirtschaftsdirektor bei der Bayerischen Zugspitzbahn und verantwortlich für das gastronomische Konzept im Panorama 2962. Insgesamt bietet das neue Restaurant Platz für ca. 450 Gäste innen und ca. 850 draußen.

Ansprechende Optik, beeindruckendes Panorama

Das Panorama 2962 auf der Zugspitze steht für beste Aussichten auf landschaftlicher wie kulinarischer Ebene. Dank Holzdecken und Lodenpolsterungen strahlt dieses Restaurant über den Wolken auch bei Hochbetrieb die nötige Gemütlichkeit aus. Im Osten geben bodentiefe Fenster den Blick auf das Zugspitz-Gipfelkreuz frei, Richtung Norden laden Stehtische mit Barhockern dazu ein, die Aussicht auf das Voralpenland zu genießen. Vom Seeblick aus erhalten Interessierte außerdem tolle Einblicke in die Technik der Seilbahn Zugspitze.

Ansprechend gestaltet sich für die Besucher auch der Blick zu ihren Füßen. Die neu verlegten, 20 mm starken Eichen-Massivdielen fügen sich harmonisch in den gemütlichen Gesamteindruck des neuen Gipfelrestaurants ein. Der Naturholzboden steigert den wertigen Gesamteindruck des Objekts sichtbar und verleiht ihm eine lebendige Wärme und Wohnlichkeit. Der natürliche Oberflächencharakter und einladende Haptik unterstreichen die stilbewusste Einrichtung.

Herausforderungen: Klima, Baustellenablauf und Untergrund

Die Baustelle hielt für Bernhard Kraus drei große Herausforderungen bereit. Zum einen ist eine Verlegung von Massivdielen in einer Höhe von 3.000 m aufgrund des Klimas alles andere als selbstverständlich. „In solchen Höhen sind die klimatischen Bedingungen völlig andere als am Fuß des Bergs“, weiß Bernhard Kraus. „Insbesondere die Luftfeuchtigkeit ist viel geringer. Das Holz muss sich daher mehrere Wochen in der Umgebung akklimatisieren, da sonst die Gefahr besteht, dass das Holz nach der Verlegung reißt.“  

Die zu verlegende Fläche des Restaurants betrug etwa 800 m². „Wir konnten die komplette Fläche allerdings nicht auf einmal, sondern immer nur in Abschnitten belegen“, erinnert sich Bernhard Kraus. „Es waren aufgrund des engen Zeitfensters bis zur Eröffnung mehrere Gewerke gleichzeitig am Bau beschäftigt. Während unserer Verlegung beispielsweise wurde gleichzeitig vom Schreiner die aufwändige Holzdecke montiert.“ Hier mussten sich also alle beteiligten Gewerke genau an den vorgesehenen Bauablauf halten, damit sich niemand groß in die Quere kam und die Arbeiten zügig vorangehen konnten.

Außerdem lagen im Objekt unterschiedliche Untergründe vor. „Ein Teil der 800 m² war mit Bestandsfliesen belegt, der andere Teil ein neu eingebrachter Schnellzementestrich“, so Kraus. „So etwas hat man auch nicht jeden Tag.“ Im ersten Schritt mussten daher die vorhandenen Fliesen auf festen Verbund geprüft, hohlliegende Fliesen entfernt sowie ein intensiver Diamantschliff mit Körnung 40 durchgeführt werden. Dies diente dazu, einen griffigen Untergrund zu erzeugen. Nach einer Reinigung des bestehenden Belags mit dem RZ Grundreiniger konnten die Arbeiten schließlich beginnen.

Untergrundvorbereitung und Entkopplung

Auf den gefliesten Boden trug Kraus zunächst die zweikomponentige Epoxidharzgrundierung Uzin PE 460 auf. Dies diente einerseits dazu, die Massivdiele gegen Einwirkungen aus der alten Bestandskonstruktion zu schützen, andererseits sollten damit auch die teils labilen Stellen verfestigt werden. Uzin PE 460 ist eine speziell für labile und feuchte Untergründe entwickelte Epoxidharzgrundierung und eignet sich unter anderem zum Absperren von Feuchtigkeit aus Zementestrichen und Betonuntergründen.

In einem weiteren Schritt galt es, die Spannungen der Massivdiele vom Untergrund zu entkoppeln. Hierfür kam das Uzin Entkopplungssystem Multimoll Vlies zum Einsatz.   

Das Renoviervlies wurde mit dem 2-K-PUR-Parkettklebstoff Uzin MK 92 S verklebt. Der universell einsetzbare Problemlöser im Parkettklebstoff-Bereich eignet sich hervorragend für die Verklebung von verschiedenen Dämm – und Entkopplungsunterlagen. Bernhard Kraus trug den Klebstoff vollflächig auf den grundierten  Untergrund auf und legte das Renovierflies direkt in das Klebstoffbett ein. Zu Verbesserung der Haftwirkung wurde das Flies zusätzlich angewalzt.

Verklebung

Die Verklebung der Eichen-Massivdielen erfolgte schließlich direkt auf das Renovierflies. Die Massivdielen verklebte das Verlegteam mit dem 1K- Parkettklebstoff Uzin MK 250, der im Schlauchbeutel geliefert wurde. „Der Uzin MK 250 zeichnet sich besonders durch ein einfaches Handling aus“, berichtet Bernhard Kraus. „Ein sehr guter Riefenstand, starke Saughaftung, bestes Füllvermögen und eine schnelle Festigkeit, sind genau die Eigenschaften, die ein guter Parkettklebstoff für Massivdielen benötigt.“ 

Den Parkettklebstoff trugen die Verleger mit der Auftragsmaschine Uzin ATD 100 auf. Der Vorteil hierbei ist nicht nur das einfachere Arbeiten in ergonomischer stehender Haltung, sondern auch die Reduzierung des Verpackungsmülls durch den Einsatz von Schlauchbeuteln als Klebstoffgebinde. Dies kam den eingeschränkten logistischen Möglichkeiten vor Ort sehr entgegen, da keine leeren Eimer von der Baustelle abtransportiert werden mussten.

Ergebnis

Dem eingespielten Team von Raumausstattung Kraus ist es damit gelungen, das Verlegeprojekt auf 2.962 Höhenmetern trotz der ungewöhnlichen Rahmenbedingungen und den hohen klimatischen Anforderungen mit großer Sorgfalt und Perfektion umzusetzen. Durch die anwendungstechnische Beratung konnte eine maßgeschneiderte Sanierungslösung für das Bauvorhaben gefunden werden. Premium-Verlegewerkstoffe garantierten dabei ein sicheres Arbeiten mit optimalem Ergebnis. Produktbedingte Verzögerungen waren von Beginn an ausgeschlossen – trotz der schwierigen äußeren Einflüsse bei dieser ungewöhnlichen Baustelle. „Wir sind mit dem Ergebnis der Firma Kraus sehr zufrieden“, berichtet Steffen Korff. „Das Team war hervorragend auf die Bedingungen der Baustelle angepasst.“

 

 

Verwendete Produkte

UZIN MK 250 NEU

Harter, schubfester Parkett-Klebstoff mit langer Einlegezeit für alle gängigen Parkettarten

UZIN PE 460

Geruchsarme Epoxidharzgrundierung zur Absperrung von Feuchtigkeit bis 5 CM-% auf Zementestrichen oder Beton. Auch zur Verfestigung poröser oder labiler Untergründe oder zur Herstellung eines Reaktionsharzmörtels in Verbindung mit UZIN Spezialfüller XS 3.2.

UZIN Multimoll Vlies

Spannungsabbauende und armierende Vliesunterlage unter geklebt verlegten Parkett

UZIN MK 92 S

Harter, schubfester und schnellabbindender Universal-Parkettklebstoff für alle Parkettarten

Uzin Utz AG

Germany

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